Sinnvolle Ausrüstung, damit das Campen zum Erlebnis wird

Kühlbox

Wenn man sich beim Cam­pen frisch, gesund und abwechs­lungs­reich ernäh­ren möch­te, soll­te eine Kühl­box dabei sein. Dies gilt vor allem bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren und auch bei lan­gen Fahr­ten. Lebens­mit­tel blei­ben gekühlt län­ger halt­bar. Die Kühl­box hält die Käl­te lan­ge drin und Frisch­luft, Bak­te­ri­en und Insek­ten wei­test­ge­hend drau­ßen. Vor allem Fleisch- und Milch­wa­ren sind schnell ver­derb­lich und hier soll­te man gro­ßen Wert auf Hygie­ne und einer aus­rei­chen­den Küh­lung legen.

Auch Bier und ande­re Erfri­schungs­ge­trän­ke sind genüss­li­cher, wenn im Som­mer die Trink­tem­pe­ra­tur unter­halb der Außen­tem­pe­ra­tur liegt.

Die Innen­tem­pe­ra­tur der nor­ma­len Kühl­box gleicht sich lang­sam an die Umge­bungs­tem­pe­ra­tur an, wes­halb sich für län­ge­re Lage­rung eine elek­tri­sche Kühl­box oder gar ein Kühl­schrank anbietet.

Man kann die Kühl­wir­kung einer kon­ven­tio­nel­len Kühl­box ver­bes­sern, in dem man bei­spiels­wei­se täg­lich fri­sche, gekühl­te Lebens­mit­tel aus dem Super­markt hin­ein stellt und damit den rest­li­chen Inhalt wie­der her­ab­kühlt. Oder man gibt von zeit zu zeit Eis­wür­fel oder Crus­hed-Eis hin­ein. Hier­bei muss man beach­ten, dass Eis und Schmelz­was­ser nicht in direk­tem Kon­takt zu den Lebens­mit­teln ste­hen. Damit sich Bak­te­ri­en nicht über­tra­gen und aus­brei­ten können.

Grund­sätz­lich gilt:

Die Kühl­box immer in den Schat­ten stel­len. Bei direk­ter Son­nen­ein­strah­lung kommt selbst die bes­te elek­tro-Kühl­box schnell an ihre Leis­tungs­gren­ze und der Inhalt erwärmt sich.

Ein­fa­che Kühl­bo­xen kos­ten ab 10 Euro. Elek­tro­nisch gekühl­te sind mit min­des­tens 50 Euro nicht son­der­lich güns­tig und eher etwas für den Luxuscamper.

 Picknick-Koffer und Gaskocher

Wer sich nicht von Brot und But­ter, kal­ten Kon­ser­ven aus der Dose oder Müs­li­rie­gel und fri­schen Obst ernäh­ren möch­te, braucht eine gewis­se Aus­stat­tung an Koch­ge­schirr und einen Gaskocher.

Es gibt nichts bes­se­res als den Tag mit einem fri­schen Kaf­fee und einem Spie­gelei zu begin­nen. Wer mag dar­auf auch im Out­back nicht ver­zich­ten? Die wich­tigs­ten Koch­uten­si­li­en im Überblick:

  • Gas­ko­cher, Hobo Sto­ve oder Esbit­ko­cher zzgl. Brennmaterial
  • Topf und Pfan­ne aus dün­nem Blech
  • Blech­tas­se (robus­ter als ein Glas oder eine Keramiktasse)
  • Besteck:  Mes­ser, Gabel, Löf­fel. Wobei das Mes­ser zur Grund­aus­stat­tung gehört

Cam­ping­ge­schirr gibt es in ver­schie­dens­ter Preis­la­ge in unter­schied­lichs­ten Aus­füh­run­gen im Cam­ping­han­del und Outdoorbedarf.

Wer nicht so viel Geld aus­ge­ben möch­te oder kann, der sam­melt sich die Cam­ping-Koch­uten­si­li­en ein­fach zusam­men. In jeder Küche fin­det sich aus­ge­dien­tes Mate­ri­al wie zum Bei­spiel eine Pfan­ne mit Del­le, ein alter Edel­stahl Pfan­nen­wen­der von Oma oder ein Kaf­fee­fil­ter­hal­ter. In Gebraucht­wa­ren­kauf­häu­sern oder Second-Hand-Län­den kann man güns­tig zuschla­gen. Lass dei­ner Fan­ta­sie frei­en Lauf und impro­vi­sie­re, ver­bes­se­re dei­ne Koch­aus­rüs­tung wie es dir gefällt. Das macht viel mehr Spaß als sich für 1000 Euro ein Titan-Pfan­nen­set zu kau­fen. Und es ist dann auch egal ob die Pfan­ne noch mehr Del­len bekommt. Denn auf offe­nem Feu­er spielt das über­haupt kei­ne Rolle.

Grillgerät

Für den rich­ti­gen Fleisch­ge­nuss benö­tigt man Out­door, unter­wegs und am Cam­ping­platz einen Grill. Auf den meis­ten Cam­ping­plät­zen und an vie­len Rast­plät­zen fin­det man fest instal­lier­te, gemau­er­te Grillgelegenheiten.

Hier kann man ent­we­der auf Holz­koh­le gril­len, oder man ver­brennt Holz und grillt anschlie­ßend auf der Glut. Je nach Vor­lie­be. Koh­len­glut ist wär­mer und hält län­ger als eine ein­fach Holz­glut. Bei Holz muss man vor­sich­tig sein: Ver­bren­nen­de Weich- und Nadel­höl­zer geben oft inten­si­ve, unan­ge­neh­me und wahr­schein­lich gesund­heits­schäd­li­che Aro­men ab.

 

 Feldbett oder Campingliege

Die kom­for­ta­ble Alter­na­ti­ve zur Isomatte.

Ein Feld­bett hat gegen­über einer Iso­mat­te oder Luft­ma­trat­ze den gro­ßen Vor­teil dass sich garan­tiert kei­ne Uneben­hei­ten oder Stei­ne bis zum Rücken durch­drü­cken kön­nen. Die straf­fe Stoff­be­span­nung ist eine defi­nier­te und beque­me Schlafunterlage.

 

Die­ser Kom­fort hat aber auch sei­nen Preis.

Ein Feld­bett ist ungleich teu­rer als eine Iso­mat­te, nimmt beim Trans­port mehr Platz ein und ist gewichts­mä­ßig schwerer.

Gegen­über einer Luft­ma­trat­ze kann man das Feld­bett nicht als Schwimm­hil­fe benutzen.

 

Das Feld­bett ist nahe­zu so bequem, aber viel kom­pak­ter als eine Feder­kern­ma­trat­ze. So gese­hen doch eine gute Lösung für den Campingurlaub.

 

Aber Ach­tung:

Auf­grund der Höhe vie­ler Feld­bet­ten stößt man in fla­chen Zel­ten ger­ne mit dem Kör­per an der Zelt­pla­ne an, was bei klaus­tro­pho­bi­schen Men­schen Platz­ängs­te ver­ur­sa­chen kann. Aus­ser­dem sind die meis­ten Feld­bet­ten recht schmal und nur bis 120 Kg belast­bar, wes­halb man es nur allein nut­zen sollte.

Die dün­ne Bespan­nung des Feld­bet­tes lässt die Käl­te der Nacht qua­si unge­hin­dert an den Rücken­be­reich, sodass die­ser unter­kühlt und man sich schnell eine hef­ti­ge Erkäl­tung zuzieht. In kal­ten Mona­ten daher unbe­dingt eine Woll­de­cke unter­le­gen und nie­mals den Schlaf­sack vergessen!

In lau­en Som­mer­näch­ten hat ein Feld­bett hin­ge­gen posi­tiv erfri­schen­de Wirkung.

Zeltlampe

Eine ordent­li­che Zelt-Beleuch­tung stei­gert die Lebens­qua­li­tät am Zelt­platz unge­mein. Denn dann ist nicht­mehr unmit­tel­bar nach Son­nen­un­ter­gang Feierabend.

Die Taschen­lam­pe gehört zur Grund­aus­stat­tung, doch sie lie­fert in der Regel nur einen eng gebün­del­ten Lichtstrahl.

 

Eine Zelt­lam­pe soll­te einen grö­ße­ren Abstrahl­be­reich bzw. einen weit­wink­li­gen Licht­ke­gel auf­wei­sen. Damit kann man die Nacht zu Tag machen.

Man erkennt sei­ne Gegen­über, die Ori­en­tie­rung im und am Zelt fällt leich­ter, man kann sei­ne Aus­rüs­tung im Auge behal­ten und in Ruhe auf den nächs­ten Ein­satz vorbereiten/pflegen. Für Ein­zel­kämp­fer eig­net sich eine Stirn­lam­pe als Ersatz für Taschen- und Zelt­lam­pe. In der Grup­pe aber weni­ger, da Stirn­lam­pen eine ego­is­ti­sche Aus­leucht­cha­rak­te­ris­tik auf­wei­sen man sich damit stän­dig gegen­sei­tig blendet.

 

Eine Stirn­lam­pe kos­tet zwi­schen 5 und 50 Euro, wobei auf Tra­ge­kom­fort, Gewicht, Qua­li­tät und Bat­te­riel­ebens­dau­er zu ach­ten ist. Hel­lig­keits­un­ter­schie­de zwi­schen den Preis­klas­sen gibt es heu­te dank aus­ge­reif­ter LED-Tech­nik kaum noch.

Die Kauf­ent­schei­dung bei einer Zeltlampe/Handlaterne fällt schwie­ri­ger aus. Es gibt ein­fa­che Petro­le­um­lam­pen für unter 10 Euro. Die­se sind aller­dings aus sehr dün­nem Blech gefer­tigt, über­le­ben nur leich­te Stö­ße und gehen schnell kaputt.

Eine Starklicht-Ben­zin­la­ter­ne macht wohl das hells­te Licht aber kos­tet schnell 200 Euro. Außer­dem ist sie kom­pli­ziert zu bedie­nen und war­tungs­an­fäl­lig. Die­se Later­nen dür­fen zudem nur im Frei­en bzw. Vor­zelt ver­wen­det wer­den, eine Nut­zung im geschlos­se­nen Zelt ist lebensgefährlich.

Bat­te­rie­be­trie­be­ne Exem­pla­re sind unge­fähr­lich und teil­wei­se auch billiger.

 

Man soll­te auf jeden Fall unbe­dingt auf die Leucht­kraft der Later­ne ach­ten! Am bes­ten einen Cam­ping­fach­han­del auf­su­chen und ver­schie­de­ne Model­le tes­ten. Im Inter­net kann man viel Geld für eine Lam­pe aus­ge­ben, die kaum hel­ler als der Voll­mond in einer ster­nen­kla­ren Nacht leuch­ten. Die­sen Feh­ler soll­te man nicht begehen.

Freizeitbeschäftigung und Spiele

Auf dem Cam­ping­platz hat man oft uner­war­tet viel Frei­zeit. Man muss nicht arbei­ten und kann nicht den gan­zen Tag vor dem Fern­seh­ge­rät sitzen.

Daher soll­te man vor­sor­gen und eini­ge Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen und Spie­le parat haben.

Auch sinn­voll, wenn man auf­grund Schlecht­wet­ter das Zelt oder den Wohn­wa­gen nicht ver­las­sen möch­te und tage­lang auf engen Raum zusammensitzt.

Spie­le, die auf kei­nem Cam­ping­platz feh­len dürfen:

  • Feder­ball
  • Kar­ten­spiel
  • Mensch Ärge­re dich nicht

Wei­te­re Vorschläge:

  • Wikin­ger-Spiel
  • Fla­schen­dre­hen

 Ohropax

Bei einem Cam­ping­ur­laub möch­te sich man natür­lich auch ent­span­nen kön­nen. Tags­über wird man von den fei­er­wü­ti­gen Zelt­nach­barn beschallt und nachts kann man nicht schla­fen weil irgend jemand auf dem Zelt­platz extrem laut schnarcht. Die Wän­de eines Cara­vans dämp­fen vie­le Geräu­sche, aber durch die dün­ne Zelt­pla­ne gehen die Schall­wel­len unbe­ein­flusst durch.

 

Eine ein­fa­che Lösung: ein­fa­che Ohren­stöp­sel / Ohropax.

Die Ohren­stöp­sel sind klein, leicht und robust und kön­nen somit immer mit­ge­nom­men wer­den. Zu kau­fen sind sie im Bau­markt, in Dro­ge­ri­en und in jeder Apo­the­ke. Man soll­te die­sen wohl kleins­ten aber mit­un­ter wich­tigs­ten Aus­rüs­tungs­ge­gen­stand unter kei­nen Umstän­den vergessen!

 Werkzeug