Pizzaria Chaotica

Eine mobile Pizzeria

Die Idee zur Piz­za­ria Chaoti­ca ent­stand im Som­mer­ur­laub auf der klei­nen Pazi­fik­in­sel TAIWAN. Über­all im Land stößt man auf mobi­le Küchen, Foodtrucks und Essen­stän­de. Es wird am Stra­ßen­rand über offe­nem Feu­er gekocht, gegrillt und zube­rei­tet. Man steht qua­si direkt in/vor der Küche, kann alle Zuta­ten sehen und direkt mit dem Koch inter­agie­ren bzw. auf die vor­lie­gen­den, meist exo­ti­schen und unbe­kann­ten Lebens­mit­tel deu­ten.

Weil der Bau einer Brat­wurst- oder Pom­mes­bu­de kei­ner­lei Her­aus­for­de­rung dar­stellt, ent­schie­den wir uns zum Bau einer mobi­len Piz­ze­ria.

http://chaospizza.de/

Par­al­lel zum Piz­za-Anhän­ger wur­de an einer Web­site gebas­telt. In der glei­chen Minu­te der Bau unse­rer mobi­len Piz­ze­ria beschlos­sen wur­de, wur­den die Domains chaospizza.de und chaotica-pizza.de reser­viert. Am nächs­ten Tag begann der Bau der Web­site zum moder­nen und pro­fes­sio­nel­len Web­auf­tritt eines Gas­tro­no­mie­ge­wer­bes.

Ziel der Web­site ist nicht das Ver­mark­ten des Piz­za­an­hän­gers oder gar das Infor­mie­ren über die Inhal­te unse­rer “Spei­se­kar­te”. Die Sei­te ist just for fun und hat kei­ner­lei Rele­vanz. Aber eine eige­ne Web­site gehört bei hoch­wer­ti­ger Gas­tro­no­mie zum guten Ton.

Der Anhänger

Tech­nisch inter­es­san­te Details des Anhän­gers sind:

  • Anhän­ger­fahr­ge­stell mit Auf­lauf­brem­se und Hand­brem­se
  • Her­aus­klapp­ba­re Stüt­zen für einen siche­ren, waa­ge­rech­ten Stand
  • Inte­griert in Heck­klap­pe: Küche mit Gas­ko­cher und Spü­le
  • Neue Beleuch­tungs­an­la­ge und neu­er TÜV

Mit dem Piz­za-Auf­bau wur­de der Anhän­ger funk­tio­nal auf­ge­wer­tet und mit fol­gen­den Fea­tures aus­ge­stat­tet:

  • Piz­zao­fen Burn­hard NERO, Modell 941672 mit Pel­lets­be­feue­rung
  • Ofen kann für den Trans­port ein­ge­klappt wer­den
  • sta­bi­le Ver­rieg­lungs­me­cha­nik für siche­res Piz­za­ba­cken
  • Umlau­fen­de Arbeits­plat­te aus Buchen­leim­holz, ver­sie­gelt mit Lein­öl
  • Platz für 6 Stück GN-Behäl­ter
  • Auf­klapp­ver­rieg­lung der Deckel­klap­pe, für einen sta­bi­len und siche­ren Stand

Somit kann man sich voll aufs Piz­za­ba­cken kon­zen­trie­ren. Und das macht ein­fach nur Spaß!

 

Geschichtliches und Making of

Bei dem Anhän­ger han­delt es sich um einen Camp­tou­rist-Klapp­ca­ra­van des Typs HP550.84 / CT9 mit Klapp-Falt­auf­bau. Her­stel­ler war VEB Kraft­fahr­zeug­werk Ernst Gru­be, Erst­zu­las­sung 1992. Der Klapp­fix ist seit 2011 Jah­ren in unse­rem Besitz, hat also schon 2 Jah­re vor dem Cha­os Cam­ping Club exis­tiert.

Seit dem beglei­te­te er uns beim Cam­ping an der Ost­see und dien­te im Som­mer als Not­un­ter­kunft oder mobi­les Hotel. Doch seit drei Jah­ren stand der Anhän­ger unge­nutzt und abge­mel­det hin­term Haus, weil es ein­fach kei­ne Ver­wen­dung mehr dafür gab. Er stand auch schon im Inter­net zum Ver­kauf, doch stieß der Klapp­fix auf kei­ner­lei Inter­es­se. Zum ver­schrot­ten oder ver­rot­ten las­sen war er jedoch zu scha­de.

Für den Umbau muss­te zuerst der klapp­ba­re Zelt­auf­bau ent­fernt wer­den. Neben aller­hand Zelt­ge­stän­ge aus ver­zink­tem Stahl­rohr befand sich im Inne­ren eine her­aus­klapp­ba­re Sperr­holz­plat­te sowie das rie­si­ge Zelt. Die­ses bestand aus imprä­gnier­ter Baum­wol­le in den Trend­far­ben “hell­grau” und “pink”. Der Boden­be­lag aus hell­brau­nem Kunst­le­deri­mi­tat war noch OK und ver­blieb im Anhän­ger. Eben­so die Zwi­schen­wän­de aus Holz­de­cor-Blech.

Der Deckel des Klapp­fi­xes bekam eine neue Holz­plat­te, weil das Ori­gi­nal zu schwer war. Der Deckel soll­te als Rekla­me-Wand die­nen und bekam dafür einen deko­ra­ti­ven Anstrich. Allein das Auf­pin­seln des Logos “Piz­za­ria Chaoti­ca” auf der Innen- und Außen­sei­te dau­er­te so lan­ge wie der rest­li­che Umbau des Anhän­gers. Näm­lich fast zwei Tage.

Nach­dem die Lie­fe­rung der neu­en Rück­lich­ter und des genia­len Pel­let-Piz­zao­fens sich um ins­ge­samt fast zwei Wochen ver­zö­gert hat­te, konn­te am 21. August 2018 bei  hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren der ers­te Test­run statt­fin­den. Die lin­ke Stre­be sieht aus, als wäre sie impro­vi­siert und nach­träg­lich ange­baut. Ist aber nicht so, denn sie ist essen­ti­el­ler Bestand­teil unse­res Sta­tik-Kon­zepts zur Sta­bi­li­sie­rung und Siche­rung der Klap­pe bei Benut­zung.

Nach den ers­ten Test-Piz­zen wur­de eine Schwach­stel­le ent­deckt: Der Piz­zao­fen wird an der Unter­sei­te so heiß, dass die Plat­te dar­un­ter zu bren­nen begann. Wer hät­te auch die Brenn­bar­keit von Holz erah­nen kön­nen? Die Pro­jek­te ver­lau­fen eben doch manch­mal etwas chao­tisch. Ofen run­ter, fix ein Unter­ge­stell aus Alu­mi­ni­um­pro­fi­len gebas­telt. Am 25. August 2018 wur­de unse­re mobi­le Piz­ze­ria offi­zi­ell ein­ge­weiht.